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| | Disney s Onkel Dagobert Sein Leben seine Milliarden : Die Biografie von Don Rosa€ 29.95- Unverb. Preisempf. € 29.95
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Disney s Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden : Die Biografie von Don Rosa
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| | | | Die ideale Comicsammlung für alle Fans der knauserigen Ente! Einen langen Weg vom armen schottischen Einwanderer bis zur reichsten Ente musste Onkel Dagobert gehen, bis er endlich hatte, was er sich immer ersehnte - einen Speicher voll mit Geld, zum Baden, drin suhlen und es sich auf die Glatze prasseln lassen. Don Rosa, einer der größten Disney-Zeichner aller Zeiten, beschreibt diesen Weg in zwölf Kapiteln, die in dem Buch "Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden" zusammen veröffentlicht werden. Sechs Zusatzkapitel, eine Einleitung des renommierten Duck-Experten Johnny A. Grote, eine Künstler-Biografie und eine von Don Rosa verfasste Führung durch die Saga runden diese einzigartige Sammlung ab. Erstmals erzählt ein Zeichner die gesamte Jugend von Dagobert Duck, losgelöst von den Geschichten aus Entenhausen.
Jedem Kapitel ist ein Kommentar von Don Rosa voran gestellt, in dem er in Kürze die Handlung zusammenfasst. Auch die Entstehungsgeschichte, historische Hintergründe und Verknüpfungen zum Duck-Universum werden aufgezeigt. Die witzigen Comics sind in Don Rosas unverwechselbaren Stil gezeichnet. Mehrere Übersetzer waren an dem Werk "Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden" beteiligt: Peter Daibenzeiher und Michael Nagula übersetzten die Comics, das Vorwort übersetzte Susanne Walter und die Panels aus der Barks Library Dr. Erika Fuchs.
"Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden" ist die ideale Comicsammlung für alle Fans der knauserigen Ente, die nicht sämtliche "Mickey Maus"-Ausgaben erstehen konnten. Genial!
| | Es wurde schon alles gesagt ... ... daher werde ich hier den Inhalt nicht noch einmal wiedergeben. Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen. Anders als bei den meisten Comics vergisst mah hier, dass es sich nicht um reale Figuren handelt. Die Story ist interessant geschrieben und gut gezeichnet. Ein Lob an Don Rosa, leider wird es von ihm keine weiteren Bücher mehr geben. Es wäre schön wenn ein anderer Künstler weitere Biographieen schreiben würde oder diese fortsetzen ...
| Ich hab gelacht, geschmunzelt und geschluchzt Ich kann dieses Buch nur absolut weiter empfehlen. Immer wieder lesenswert, so detailverliebt, voller Infos, witzig und berührend. Ein Muss, nicht nur für Dagobert- Fans. Auch den Preis finde ich absolut gerechtfertigt. Die Zeichnungen sind großartig und die Story ist super recherchiert. Ich habe jede Seite genossen und sage "Mehr bitte :)"
| | Zur Rolle der Ente im Kapitalismus Fünf Fantastilliarden und neun Trillionen Taler plus sechzehn Kreuzer - das ist das dokumentierte Vermögen Dagobert Ducks zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Biografie im Jahre 2006. Richtig: Die Erstausgabe ist schon ein paar Jahre alt. Und doch verdient die Biografie des reichsten - ääh - Mannes der Welt neuerliche Aufmerksamkeit, wenn allerorten die einst makellose Ideenwelt des Kapitalismus bröckelt und stürzt - zersetzt durch eine Schar unempathischer Parvenüs, denen es gelungen ist, einen ganzen Globus in Geiselhaft zu nehmen. Nur eben nicht Dagobert Duck, der sich auf seine Art der Kapitalismusdämmerung entzieht.
In insgesamt 18 Kapiteln plus zwei Bonusgeschichten (in der Ausgabe von 2008) erzählt uns Don Rosa die Lebensgeschichte der psychologisch vielschichtigsten Ente des Disney-Imperiums. Rosa, der - nicht ganz unumstritten, aber doch weitgehend anerkannt - als legitimer Nachfolger der großen Disney-Legende Carl Barks gilt, hat früh erkannt, dass Dagobert Duck zweifellos die widersprüchlichste und daher spannendste Figur Entenhausens darstellt. Vereint sie doch in sich zwei stets einander abstoßende Pole - den des Geizes und der Gier auf der einen und des Strebens nach Höherem und Besserem auf der anderen Seite. Nach seiner ersten Goldmillion am Klondike zieht Dagobert Duck - auf den verschlammten Straßen Dawson Citys stehend - gar das Leben eines Gönners und Gebers in Betracht: Vielleicht werde ich Menschenfreund. Ich könnte zum Beispiel die Straße hier pflastern lassen."
Schon seit Carl Barks diese Figur schuf, wissen wir, dass es anders gekommen ist. Dass seine Geschwister und Freunde ihn mit seinem aufzehrenden Geiz allein ließen und er erst durch Tick, Trick und Track und seinen Neffen Donald wieder von seinem lähmenden Phlegma befreit wurde. Und doch erfahren wir, warum aus dem kleinen, in Glasgow einst Schuhe putzenden Dagobert (oder Scrooge wie er im Original ja heißt) der knickerige Fantastilliardär wurde, der seinen Neffen stets mit 30 Kreuzern pro Stunde abspeist. Genau: Es waren diese Begegnungen mit den Parvenüs, Zockern, Kriminellen und nicht zuletzt Panzerknackern, die aus dem weltoffenen, idealistischen Schotten aus dem Clan der MacDucks, einen überaus misstrauischen, phobischen Erpel machten. Es sind die einschneidenden Erfahrungen, dass Freunde zu Neidern, Gunst zu Missgunst mutieren können und die Aussicht auf Reichtum Menschen bzw. Enten nicht zum Guten verändert.
Nun müssen wir nicht Don Rosas gebetsmühlenhaft wiederholten Beteuerungen glauben, dass Dagobert Duck stets nur auf ehrliche Arbeit und Offenheit setzte. Um so glaubhafter erscheint jedoch sein immer dann aufblitzender Gewissenkonflikt, wenn neben dem Geld als wichtigster Triebfeder plötzlich andere - eben höhere - Motive auftauchen. Dann erwacht stets die Gutente in Dagobert und ist gegebenenfalls sogar bereit, auf noch mehr Reichtum zu verzichten.
Was den reichsten Mann der Welt jedoch noch gravierender von den Bankstern" des 21. Jahrhunderts unterscheidet, ist sein Verhältnis zur Be- und Entlohung, seine Bereitschaft, hart zu arbeiten und auf spekulative Investments zu verzichten. Jeder Kreuzer des Duckschen Vermögens stammt aus der Realwirtschaft oder einem stets lebensgefährlichen Abenteuer. Wagemut, Können, Ehrgeiz und Leistung haben die einst demütige Ente zu dem gemacht, was sie heute ist: Dagobert Duck - der König des Klondike. Er war härter als die Härtesten und schlauer als die Schlauesten. Und er verdiente sein Vermögen auf ehrliche Art." So steht es an seinem Denkmal in Dawson City, wo er nach rund zwei Jahrzehnten erfolgloser Suche und weltweiter Jagd nach Glück seine erste Million verdient bzw. persönlich erschürft hatte.
Stets blieb er sich treu: Ich soll mein sauer verdientes Geld auf deiner schwimmenden Spielhölle ausgeben, Shandy Shofel? Niemals." Wie mag er da die nicht mehr schwimmenden, sondern zu Banktürmen aufgeprotzten Spielhöllen von heute kommentieren?
Nur der Kapitalismuslüge erlegene Hohlköpfe kann es daher überraschen, dass der reichste Erpel der Welt den neoliberalen Giftsprüchen das konsequente Horten entgegen setzt und sein Vermögen einfach in einem Geldspeicher anhäuft. Niemals hat sich ein Kapitalist der vermeintlich goldenen Regel des Kapitalismus - der permanenten Re-Investition - so konsequent verweigert. Das tägliche Bad im Geld wird somit zum Akt höchster Subversivität - und macht aus dem innerlich zerrissenen Dagobert Duck einen Helden unserer Zeit.
Don Rosa hat das kongenial in viele witzige, spannende, dramatische, aber auch tiefsinnige Geschichten übersetzt - stets bemüht um den exakten Bezug zum Barks'schen-Urimperium und sogar historische Genauigkeit. Ein Meisterwerk der Comic-Kunst und erhellender Beitrag zur Rolle der Ente im Kapitalismus.
| Gold in den Händen Don Rosa. Wie klingt dieser Name? Nach Exotik, nach Abenteuer, nach südamerikanischen Haziendas oder Portwein? Jedenfalls, und darauf wollen wir hinaus, klingt dieser Name schon nach etwas ganz Besonderem und das, was dieser (wir verraten es nun sofort:) amerikanische Comiczeichner gemacht hat, ist genau das: Etwas ganz Besonderes!
Rosa ist nicht nur ein großer Disney-Fan, sondern auch einer seiner besten Erschaffer, wobei er niemals für die Disney-Firma selbst angestellt war, wie er in dem äußerst interessanten Vorwort erklärt. Seine Comics, Zeichnungen und Ideen flossen in den europäischen Egmont-Verlag ein, der wiederum diese Geschichten in seinen vielfältigsten Produkten in der ganzen Welt verbreitete. Und seine größten Geschichten sind die des Uncle Scrooge, oder, wie der Deutsche sagt, von Onkel Dagobert.
Don Rosa hat sich hier die Mühe gemacht und alle alten Carl-Barks-Geschichten, also die des primären Storytellers der frühen Entenhausener Comics (und somit auch der frühen Dagobert-Geschichten), zu sichten, um eine reale ud tatsächliche Chronik und Historie des Lebens dieses Milliardärs, im wahrsten Sinne des Wortes, nachzuzeichnen. Ein kleiner Hinweis auf seinen ersten selbst verdienten Zehner hier, auf den Goldrausch da und die Arbeit als Cowboy oder die Dampffahrtschifferei im späten 19. Jahrhundert. Herausgekommen ist ein grandioses Meisterwerk, das aus diesen kleinen Hinweisen eine wirkliche Lebensgeschichte des guten Dagobert in zwölf Kapiteln nacherzählt, die so literarisch fein, und doch so zeichentricklustig ist, dass man gar nicht weiß, wie sehr man sich eigentlich vor dieser Leistung, die man sich als Kind immer gewünscht hat, verbeugen soll. Denn nun, Freunde aufgepasst, seht ihr es Schwarz auf Weiß respektive bunt in bunt: WIE er tatsächlich diesen Zehner verdiente, wie er von Schottland nach Amerika kam und wie er in Klondike Gold schürfte.
So dick wie ein schwerer Thomas Mann liegt dieses fast 500 Seiten starke Buch in den Händen, und ähnlich wie bei jenem großen deutschen Literaten ist die versierte Zusammenstellung und die punktgenaue Beobachtung gewichtiger Teil des Schaffens. Ganz anders aber sind der Witz und die Ironie zum Tragen gekommen, die einem herrlich ins Auge springen und die vor allen Dingen in fast jedem Panel für kleine Extragags sorgen. Etwas, das man von normalen Disney-Comic in dieser Häufigkeit und Offensichtlichkeit gar nicht kennt. Und das ist noch längst nicht alles! Weitere sechs Zusatzkapitel, die Rosa nach Abschluss der Biographie später erzählte, sind Teil des Buches; auch zwei Bonusgeschichten, die ebenfalls zeitlich in die Chronik passen, sind integriert. Und als Sahnehäubchen gibts zu jedem Kapitel richtig fundierte Erklärungen vom Autor selbst, warum er was wie schrieb, was sein Verleger aus dem Urprunsgsskript gestrichen haben wollte, und so weiter.
Aus dem Staunen muss man gar nicht rauskommen, weil man sich primär einfach freut. Donalds Eltern kennen zu lernen (ja auch das!), Dagoberts Geschichte mitzuerleben und den häufig so surrealen und chronologisch eher unlogischen Duckclan von einer ganz anderen, nämlich einer sinnvollen Seite kennenzulernen, ist umwerfend hilfreich. Alle Disneyfans können jetzt wie früher die Leselampe anmachen, die Bettdecke hochziehen und die Nächte lachend lesend verbringen. Es lohnt mehr als je zuvor!
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